American Tribal Style Bellydance (ATS)
Der American Tribal Style (ATS) wurde in den 1980ern in San Francisco von der Tänzerin Carolena Nericchio für ihre Gruppe Fat Chance Bellydance (FCBD) entwickelt. Sie verwendete dafür das Tanzvokabular, das sie von Ihrer Lehrerin Masha Archer erlernt hatte, und das auf deren Lehrerin Jamila Salimpour zurückging und erdachte dazu ein System von sog. "Cues", mit dem sich die Tänzerinnen ihrer Gruppe untereinander wortlos verständigen konnten, um gemeinsam synchron improvisiert zu tanzen.
Seit Erscheinen ihrer ersten Lernvideos in den 1990ern verbreitet sich der American Tribal Style wie ein Lauffeuer um die Welt, und seit den späten 1990ern ist er auch in Deutschland zu finden. Er erfuhr dabei jedoch insbesondere hierzulande so manche Veränderung, teils aus Experimentierlust, vielfach aber auch weil Tanztechnik und Cues aufgrund der Sprachbarriere falsch verstanden wurden.
Mein eigenes Augenmerk liegt auf der amerikanischen Grundform des Tribal Style Dance, dem ATS von Fat Chance Bellydance (FCBD) und seinen direkten Ablegern Gypsy Caravan (GC) und Black Sheep Bellydance (BSBD). Ich bilde mich dabei regelmäßig fort, u.a. bei Gabriella (Nea's Tribal), Wendy Allen (FCBD) und Kajira Djoumahna (BSBD). Im Sommer 2009 habe ich ein Lehrerseminar (Teacher Training) bei Kajira Djoumahna erfolgreich mit Zertifikat abgeschlossen.
In meinem Tribal-Unterricht lehre ich Tanztechnik, Cues und Formationen im Sinne von Fat Chance Bellydance, mit gelegentlichen Einflüssen von Black Sheep Bellydance, d.h. die Tanztechnik entspricht weitgehend der des ursprünglichen ATS von FCBD, jedoch mit der zusätzlichen Option, wie bei BSBD mit beiden Körperseiten gleichermaßen im Tanz zu führen.
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